Gedichte


ERSPÜREN UND ANNEHMEN

Sonnenuntergang, Weiherberg, Eis, Tanne, Schnee
Foto: Sonja Schäfer

Du sagtest, du bist einer von den Guten,

was ich dir auch glaube,

weil ich es spürte

und es in deinen Augen sah,

doch wie kommt es dann,

dass du dich verhältst wie all die anderen,

sogar noch schmerzhafter,

so als wärst du der größte Unmensch dieser Erde

und das meine ich genau so,

weil ich durch dein Verhalten traurig werde,

also stimmt da etwas nicht mit dir

und du siehst es nicht,

willst es nicht sehen,

doch mir ist es ganz bewusst, denn ich fühle es

und ich gestehe mir ein,

dass ich der Wahrheit in die Augen sehen muss.

 

Du hast dich mir von deiner besten Seite gezeigt,

hast mich getäuscht, hast mich geblendet, verblendet,

hast mich in die Irre geführt

und ich habe mich täuschen lassen,

mich in die Irre führen lassen,

weil ich nicht richtig hingesehen habe,

die Zeichen falsch gedeutet habe,

mir zu viel von unserem Kontakt versprochen habe,

doch mir ist auch klar, 

dass du es nicht mit Absicht getan hast, 

dass du gerne dazu im Stande gewesen wärst, 

in geeigneter Weise für mich da zu sein, 

doch das konntest du nicht und somit ging es nicht.

 

Das ist traurig, aber mehr auch nicht,

weil ich so weitermachen kann, wie bisher,

weder eine Tür zuschlagen muss,

noch irgendeine Welle lostreten muss,

denn ich will mich nicht wieder auf diese Stufe begeben,

will viel lieber meine Seele segnen

und mich darüber freuen,

dass ich anders damit umzugehen weiß,

weil ich mich selbst zu schätzen weiß.

 

Du hast mir wehgetan,

während ich dir Gutes tun wollte,

du hast dich von mir abgewandt,

während ich unsere Beziehung bereinigen wollte,

du hast dich vor mir verschlossen,

während ich mich für dich öffnen wollte.

 

Es ist traurig, aber mehr auch nicht,

ich empfinde so etwas Ähnliches wie Mitleid für dich 

und verstehe dich,

heiße aber nicht gut, was du da machst,

weil du dich zum Überlegenen machst

und auf meine Kosten deinen Frieden machst, 

indem du mich übergehst, ignorierst, nicht für voll nimmst

und im schlimmsten Fall bei anderen über mich herziehst,

doch diesmal werde ich mich nicht fragen,

was mit mir nicht stimmt,

was ich falsch gemacht habe,

diesmal werde ich dich gedanklich wissen lassen

und energetisch spüren lassen,

dass es nicht in Ordnung war,

weil keine Liebe, keine Wertschätzung, 

kein Interesse zu spüren war. 

 

Im Zentrum der Gerechtigkeit ist es mir möglich, 

Liebe für dich zu empfinden und dieses Untum aufzulösen.

 

Ich kann nichts dafür,

dass du dich nicht mit Liebe versorgen kannst,

dir nur so zu helfen weißt,

deswegen werde ich alles dafür tun,

dass mich dein Hass nicht mehr erreicht

und vielleicht ist es ja wirklich so,

dass sich mein erster Eindruck irgendwann als wahr erweist.