Gedichte


ERSPÜREN UND ANNEHMEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Es ist kein Liebeskummer,

es sind immer wiederkehrende Gedanken,

die mich an die schönen Momente mit dir erinnern

und ein Herz, das nicht verstehen kann,

wieso man nicht aufrichtig und liebevoll

zu- und miteinander sein kann.

 

Wir haben uns in die Augen gesehen und wussten auf Anhieb,

dass wir eine gemeinsame Geschichte haben

und einander etwas Einzigartiges geben können.

 

Am Anfang wolltest du es haben und dann nicht mehr,

dann begannst du ein anderer Mensch zu sein,

der nicht mehr in der Lage war,

das Einzigartige in mir zu sehen, nur das Absonderliche,

welches sich schlecht reden lässt,

indem man den Pfad der Liebe verlässt.

 

Auf dich zugehen, erscheint mir falsch.

Nicht auf dich zugehen, erscheint mir falsch.

Alles, was mit dir zu tun hat, erscheint mir falsch,

doch irgendwie auch richtig.

 

Habe ich dich zu nah an mich herangelassen,

in meine Gefühlswelt, in mein sicheres Zelt,

das vor unserer Begegnung verschlossen war,

weil alles genug und alles schön war?

 

Mit dir schien es noch schöner zu werden

und das war es zunächst auch,

doch dann fühlte sich zu Vieles schlecht an,

nicht mehr genug, nur noch falsch an.

 

Das, was uns verbunden hat, war Liebe

und Liebe ist nicht falsch,

doch sie durch den Schmutz zu ziehen, ist falsch,

weil man den Glauben verliert, die Hoffnung

in zukünftige Beziehungen, in gegenwärtige Beziehungen

und schlussendlich in sich und in die ganze Welt,

weil alles mit der Liebe steht und fällt.

 

Also für was soll diese Erfahrung gut sein,

was soll richtig an ihr sein,

so richtig, dass man gestärkt aus ihr hervorgeht

und weiter den Weg der Liebe wählt?

 

Durch dich habe ich Liebe anders kennengelernt,

rein und vollkommen,

nichts anderes will ich mehr weitergeben und bekommen

und anscheinend soll diese Liebe von dir abgekoppelt sein,

sonst wäre ich jetzt nicht hier

und müsste ohne dich glücklich sein.

 

Loslassen und willkommen heißen,

was Bestand hat, für immer Bestand hat.

 

Enttäuschung ist noch da,

weil du nicht daran interessiert bist,

mich zu erreichen,

dich für mich, meine Worte und meine Empfindungen zu öffnen,

alte Prinzipien zu vergessen

und an all das Gute anzuknüpfen,

was immer noch da ist,

was nicht verloren ist,

nur verloren scheint,

weil wir es nicht auf die Kette kriegen,

uns zu sehr zurückhalten oder verbiegen.

 

Werden die Guten wirklich siegen,

wenn nicht einmal wir es hinkriegen?

 

Ja, daran glaube ich, 

also sammle ich mich und liebe mich, 

damit ich dich nicht verändern will, 

sondern lieben und inspirieren kann, 

erreichen und gut behandeln kann

und wenn du mich nicht lässt und mir signalisierst, 

dass du es nicht willst, 

dann bist du noch nicht soweit, was bedeutet,

dass ich Menschen in meinem Leben willkommen heißen darf,

die schon jetzt soweit sind. 

 

Ich freue mich auf das,  

was ich zusammen mit diesen Menschen erleben werde.