Gedichte


ERSPÜREN UND ANNEHMEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Ich kann es nicht fassen,

ich hole dir die Sterne vom Himmel

und du hast nichts Besseres zu tun,

als mich zu hassen.


Welches ist dein Problem?


Ich kann mir nicht vorstellen,

dass du beim Anblick in den Spiegel zufrieden bist,

wie sollst du es auch?

 

Hass macht hässlich,

weil es ungesund ist,

zu hassen,

weil es traurig ist,

zu hassen,

weil es dumm ist,

zu hassen,

doch es ist auch eine Chance,

die du anscheinend nicht in Erwägung ziehen willst,

weil du weiterhassen willst.

 

Und das ist der Grund,

warum du Hassbilder brauchst,

eine Projektionsfläche,

auf die du all deinen Hass übertragen kannst,

damit du dich von deinem Selbsthass ablenken kannst.

 

Fragt sich nur, wie lange das noch gut geht,

wie lange du noch solch ein Mensch sein willst,

von deinen Qualitäten abgeschnitten.

 

Es könnte mir egal sein,

doch es ist mir nicht egal,

weil ich es schade finde,

dass du dich selber hasst,

dich selbst nicht mal mehr gerne anfasst,

weil du dieses Gefühl nicht magst,

verbunden mit dir selbst zu sein,

dein eigener Heiler zu sein.

 

Vor mir brauchst du dich nicht abschotten,

ich werde die Liebe zu dir nicht ausrotten,

im Gegenteil,

ich möchte sie weiter in mir entfachen,

lass dich doch einfach darauf ein,

mit mir über unsere bisherigen Verfehlungen zu lachen.

 

Ich finde es interessant, wie ich dir Angst mache,

dass du mir noch nicht einmal in die Augen sehen kannst,

weil du die Wahrheit in meinem Blick nicht ertragen kannst,

aber wenn du es dann doch übers Herz bringst,

freue ich mich für dich und für mich.

 

Ja, ich gehe bis an die Grenze,

um dich aus der Reserve zu locken,

damit du endlich sagst,

was dich stört,

was du nicht erträgst,

damit ich weiß,

woran ich bin und spüre,

dass ich auf einem guten Weg bin,

dir lediglich zu frei und zu aufgeschlossen bin,

weil ich nicht gleichermaßen enthaltsam,

verschwiegen, verschlossen und verdrießlich bin.

 

Du hast schon so viel von mir bekommen und ich bin bereit,

dir noch viel mehr von mir zu geben,

doch das, was ich gebe und das,

was ich von dir empfange,

ist nicht annähernd im Ausgleich,

deswegen gebe ich jetzt anderen,

weil sie mir signalisieren,

dass sie es zu schätzen wissen,

mich nicht ignorieren müssen

und mit dir, mit dir gehe ich einfach normal um,

sage dir HALLO, bin freundlich zu dir,

mehr nicht, denn mehr schaffe ich gerade nicht,

mehr will ich gerade nicht,

doch um ehrlich zu sein, stimmt das so nicht,

denn ich mag dich und deswegen gebe ich…

…nicht auf…

...dich zu erreichen,

denn du merkst gar nichts mehr,

weißt nicht mehr,

was richtig und was falsch ist,

was göttlicher Natur ist.


Göttlicher Natur ist die Liebe,

die Liebe, die alle eins sein lässt,

die alle fröhlich sein lässt,

alle die, die eins sein wollen,

alle die, die fröhlich sein wollen.


Ich will einfach Mensch sein,

bedeutungsvoll für Menschen sein,

nicht für unerfüllte Seelen, die an dir kleben,

mir rein gar nichts außer Negativität geben.

 

Was du schlimm findest, finde ich normal,

deswegen greife ich nicht ein,

sondern bestärke all diejenigen,

die von dir ausgebremst werden,

von dir seelisch misshandelt und fehlinformiert werden.

 

Ich bin gerne deine Gefährtin,

der du dich anvertrauen kannst,

auf die du dich einlassen kannst,

sobald du es kannst.

 

Ich bin eine Botin des Lichts,

an meiner Seite ist kein Platz für falsche Interpretation,

für irreführenden Augenkontakt,

der Zuspruch geben soll,

der deine eigene Scham ausgleichen soll.

 

Das tue ich nicht,

weil ich sie spüre, die Fremdenergie,

die sich dich zu eigen macht,

die dich zu einem Mitläufer macht.

 

Finde da bitte selbst heraus,

ich mache mir nichts mehr draus,

weil du dich vor mir nicht zu erkennen geben willst,

lieber weiter unaufrichtig geliebt werden willst

und verletzen lasse ich mich von dir auch nicht mehr. 

 

Wenn du mich nicht an dich herankommen lassen willst,

lasse ich dich ab jetzt in Ruh

und falls du es dir anders überlegst, 

nur zu, 

dann freue ich mich und empfange dich in Liebe.