Anregungen


NATÜRLICHKEIT, BEREITWILLIGKEIT UND SELBSTWIRKSAMKEIT

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Frei sprechen, ohne dir bescheuert vorzukommen ...

 

... musst du da nicht aus dir herauskommen? Du darfst aus dir herauskommen und das ist schön, gewöhne dich daran und zeige, wer du bist, wie du über das Leben denkst und lasse deine Mitmenschen wissen, wo du noch festhängst und nicht weiterkommst, weil es dir noch nicht gut damit geht. 

 

Frei sprechen, ohne dir bescheuert vorzukommen ...

 

... musst du dafür nicht konzentriert sein, gefasst sein, kultiviert sein, gebildet sein, gemäßigt sein?

 

Wenn du noch nicht so standfest bist, ist es hilfreich, eine wertneutrale Sprache zu wählen, freundlich zu sein, kompetent zu sein. Dadurch bist du nicht angreifbar und du machst dich nicht schuldig. Du schützt deine eigene Seele sowie die Seele deiner Mitmenschen und dafür erfährst du Segen und Dank, direkt und indirekt. 

 

Wenn du Partei ergreifst für dich oder für einen anderen Menschen oder eine Menschengruppe, dann bleibe stets im Mitgefühl mit deinem Gegenüber, respektiere seine Vorgehensweise und seine Fortschritte, so entkräftest du im Vorfeld jeden Argwohn, der darauf wartet, sich an jemandem abzureagieren. 

 

Passe den richtigen Zeitpunkt ab, Themen anzusprechen. Mit wem willst du in der heißen Phase darüber sprechen, mit wem danach, wenn alles überstanden ist und noch etwas Redebedarf übrig geblieben ist? Was willst du anbringen, was willst du ruhen lassen, was willst du ohne ein Worte darüber zu verlieren, gehen lassen und was willst du ganz alleine für dich genießen?

 

Du kannst dich in jeder Situation fragen: Bin ich gerade lieb zu mir? Stoße ich gerade jemanden vor den Kopf? Agiere ich gerade fair? Steigere ich mich gerade in etwas hinein? Plappere ich gerade irgendetwas Unbedachtes oder spreche ich bewusst, konzentriert, friedvoll und stringent?

 

Wenn du in der Situation so schnell nicht schalten kannst, dann frage dich die Fragen nach der Situation, reflektiere sie und setze dir Ziele für die nächste Konversation. 

 

Versprich nichts, was du nicht halten kannst, damit es dir nicht unangenehm im System hängt oder negativ auf dich zurückfällt, was nicht gut für deine Reputation, dein Image und den Teil in dir ist, der lichtvoll sein will, anstatt benetzt mit eigener Unzufriedenheit, weil es dir mal wieder nicht gelungen ist, adäquate Aussagen zu treffen. 

 

Wem bringt es etwas, wenn du Zusagen machst, um für den Moment gut dazustehen, sie aber nicht einhalten kannst; das ist unzuverlässig und nicht hilfreich. Deswegen ist es wichtig, dich immer gut zu spüren, damit du das kommuniziert, was stimmig ist. Dabei ist es wohltuend, wenn du mit genug Menschen verbunden bist, bei denen du mal nicht bewusst sein muss, wo du dich einfach fallen lassen kann, sei es durch intensive Freundschaften, durch eine stabile Familie, durch super Kollegen.

 

Bei wem ist dies wann möglich, ohne dass du dich in Folge dessen unwohl fühlst und dann wieder in Selbstzweifeln badest, weil du das Gefühl hast, zu weit gegangen zu sein? Bei wem kannst du deinen Umhang, den du hier und da mal trägt, ablegen, damit er für immer fällt, weil du ihn nicht mehr brauchst, keinen Deckmantel, keinen Schutzmantel mehr brauchst, weil du abwehrkräftig, sensibilisiert und immunisiert bist und für dich alles normal ist?

 

Teile das mit, was du auch wirklich meinst.

 

Bringe deine Anliegen auf den Punkt.

 

Sage das, was du zu sagen hast 1 x und dafür deutlich.