Auflösung


ERLAUBNIS, MITGEFÜHL UND ABSCHLIEßEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Menschen, deren Seele in Aufruhr ist, 

fühlen sich oft alleine gelassen. 

 

Sie werden nicht selten als verrückt,

psychisch instabil und krank betitelt, 

weil das, was sie sagen als zu extrem empfunden wird

und ihrem Gegenüber auffällt, 

dass er an ihrer Seite nicht stärker, sondern schwächer wird. 

 

Anstatt zu realisieren,

dass das auch etwas mit einem selbst zu tun hat, 

dass sich auch in einem selbst etwas Unerledigtes,

etwas Unerlöstes zeigt

und anstatt ihnen Grenzen zu setzen

oder ihnen dabei behilflich zu sein, Fuß zu fassen

und anstatt ihnen zu sagen,

dass man sich mit gewissen Themen nicht beschäftigen will,

macht man es sich lieber leicht

und entscheidet sich dafür,

zu schweigen, sie nicht ernst zu nehmen

oder sie zu verleumden und sich ganz abzuspalten,

weil sich ihre Denk- und Lebensweise

zu sehr von der eigenen unterscheidet

und es somit leichter erscheint, wenn man sie meidet.

 

Sie könnten einem ja auf den Zahn fühlen

oder etwas aufwühlen, was man sich nicht ansehen will,

also verurteilt man sie, steckt sie in Schubladen,

ohne etwas über sie erfahren zu wollen

oder sich für sie öffnen zu wollen.

 

Man schätzt sie falsch ein,

weil ihre Probleme aufgrund ihrer Andersartigkeit

so offensichtlich erscheinen und sucht das Weite

oder erteilt ihnen irgendwelche Ratschläge,

die nichts bringen,

die sie nur noch mehr aus der Fassung bringen

und natürlich sind dann auch wieder sie das Problem,

an einem selbst kann es ja nicht liegen,

weil man ja selbst normal ist,

so wie all die anderen ist

und es demnach besser weiß,

weil die anderen es ja auch so sehen

und dann müssen es ja diese ungewöhnlichen Menschen sein,

die die Wahrheit verfehlen. 

 

 Ich halte uns Menschen für harmonieliebend

bzw. beobachte ich,

dass wir immer wieder nach

Ausgleich, Harmonie, Frieden und Einklang streben

sowohl in Verbindung mit uns als auch mit unserem Gegenüber.

 

Und dann gibt es diese Situationen, 

in denen es uns einfach nicht möglich war, 

Harmonie herzustellen, 

weil wir nicht die Worte für das gefunden haben, 

was wir da in uns gespürt haben

oder weil uns jemand verlassen hat

oder weil uns jemand nicht das hat aussprechen lassen, 

was unser Herz gerne mitgeteilt hätte

oder wir hatten einfach nicht den Mumm

und dann waren wir alleine mit dem, 

was wir als ungeklärt oder so ungerecht empfanden, 

was hätte anders laufen können, 

was hätte gemeinsam angegangen werden können

oder wir möchten uns jemandem mitteilen, der uns berührt hat 

und haben keine Möglichkeit (mehr), dies zu tun.

 

Mir fallen hierzu drei Möglichkeiten ein. 

 

Die erste Möglichkeit: 

Du bist jemand, 

der immer alles im Moment klärt, anspricht und verarbeitet

und aufgrund seines Realismus,

seiner Stabilität und seiner Nüchternheit

(die ich an dieser Stelle ganz positiv meine)

kein Problem damit hat, 

wenn Kontakte oder Gespräche nicht zu Stande kommen.

Das würde bedeuten, 

dass du dein eigener Meister bist,

viel Licht in dir trägst und selbstbewusst bist;

vielleicht magst du dich erleuchtet nennen

oder du hast doch das Gefühl, 

dass sich irgendwann mal etwas angestaut hat

und möchtest nochmal hinschauen und hinspüren

oder Sachverhalte auf der Metaebene betrachten 

als Horizonterweiterung.

Vielleicht ist die ein oder andere Zeile

dieser Rubrik für dich interessant.

  

Die zweite Möglichkeit: 

Du bist oft enttäuscht, 

weil es dir eben nicht gelingt, 

das anzusprechen, 

was da in dir wütet oder dich beschäftigt,

und dann keimt es zu einem späteren Zeitpunkt auf

oder Gedanken und Gefühle lassen dich nicht mehr los, 

in etwa, weil du nie gelernt hast, 

deine Bedürfnisse anzusprechen oder schüchtern bist. 

In diesem Fall hoffe ich, 

dass du in dieser Rubrik und auf meiner Webseite Gedichte findest,

die dir eine Hilfestellung sind, 

um das Gefühl von Ungerechtigkeit

zu verarbeiten und zu überwinden,

sodass sich deine Emotionen beruhigen. 

 

Die dritte Möglichkeit: 

Du bist ein Mensch, 

der Kontakte abbricht, 

der die Bedürfnisse anderer nicht achtet

und anderen die Chance nimmt, 

gemeinsam mit dir Frieden zu finden,

sodass sie dazu gezwungen sind, 

ihren Frieden eigenständig zu finden, 

was für die seelische Entwicklung der entsprechenden Person

natürlich einen Quantensprung ermöglicht

und dennoch darfst du in einigen Gedichten dieser Rubrik

demütig werden und vielleicht bemerkst du, 

dass du etwas gut zu machen hast. 

 

Das Gedicht

"An das Baby in meinem Bauch" 

darf dir werdende Mutter helfen, 

falls du dir Sorgen machst, 

falls du von Ängsten befallen bist

und Grund zu weinen hast, 

weil es dir gerade nicht gut geht.