Auflösung


ERLAUBNIS, MITGEFÜHL UND ABSCHLIEßEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Ich will nichts mehr von dir,

ich habe dich losgelassen,

dich gehen lassen,

dich dir selbst überlassen.

 

Ich will dir nichts mehr schenken,

ich will von dir beschenkt werden,

ich will dir nichts mehr geben,

ich will von dir empfangen,

ich will dir nicht mehr zuhören,

ich will, dass du mir zuhörst,

also will ich doch etwas von dir,

nämlich das, was mir zusteht.

 

Mir steht deine Aufmerksamkeit zu,

mir steht deine Liebe zu,

mir steht deine Beachtung zu,

mir steht deine Anerkennung zu.

 

Sie ist vorbei und zwar unsere Vergangenheit,

schreibe mit mir zusammen unsere Zukunft,

wie immer sie auch aussehen mag,

was auch immer für uns drin sein mag.

 

Unsere dunklen Anteile sollen nun von uns weichen,

damit wir Lust bekommen,

mit unserem hellen Anteil in Kontakt zu kommen,

denn was ich nicht mehr will, ist,

mich nach mir selbst zu sehnen,

weil ich dir etwas von mir abgebe,

was ich brauche, um vollständig zu sein, um vollendet zu sein.

 

Verstehe mich nicht falsch, ich beschenke dich gerne,

ich beschenke dich gerne reichlich,

aber nur, wenn es aus vollem Herzen kommt

und der Wunsch aus den Tiefen meiner Seele erwächst

und wenn das nicht der Fall ist,

dann bist du dran oder du lässt es bleiben,

so lasse ich es ab heute auch bleiben.

 

Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben,

solange du nicht merkst,

dass ich ein wundervoller Mensch bin,

mit dem es sich lohnt, Zeit zu verbringen.

 

Der Dank, den ich für dich empfunden habe, gilt auch mir.

 

Ja, du warst da,

aber du warst nicht für mich da,

deshalb musste ich für mich da sein

und andere mussten für mich da sein,

immer dann, wenn du mir wehgetan hast.

 

Du hast mich ausgenutzt

und du hast dich durch meine Hilfe für andere rausgeputzt,

um gut dazustehen.

 

Du hast mich viel gekostet,

jetzt werde ich nichts mehr ausgeben für dich,

werde dich fallen lassen, damit du so tief fallen kannst,

wie du musst, um dich alleine aufzufangen,

denn das ist das, was du mir zugemutet hast,

dann darf ich dir das Gleiche zumuten.

 

Ja, das klingt hart, sehr hart,

aber so empfinde ich es,

 weil ich unter dir leide,

nein, gelitten habe

und das habe ich nicht verdient

und das musste einfach mal raus,

weil es die Wahrheit ist,

was nicht mehr traurig ist,

weil da gerade nur noch Egoismus ist,

den du am allerbesten kennst,

so, als hättest du ihn persönlich erfunden,

also zieht er hier seine Runden

und doch schimmert schon wieder Liebe hindurch,

die stärker ist als der Egoismus,

weil ich kein von mir abgespaltetes ungesundes Ego mehr habe,

vielmehr ein immer gesünder werdendes Ich,

das die gesunde Selbstachtung zu schätzen weiß

und ich meinen Körper nun mit Liebe auflade,

damit du und jeder andere Mensch

mir nichts mehr anhaben könnt.

 

Ich steige aus, ich mache nicht mehr mit,

soll sich das Karma doch jemand anderen suchen

oder wir entscheiden uns dafür, es zu verabschieden,

damit es geht, in sich zusammenfällt

und uns die Liebe auf Ewig aushält.