Auflösung


ERLAUBNIS, MITGEFÜHL UND ABSCHLIEßEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Ich wünschte,

ich würde spüren, dass ich dir wichtig bin

und ich wünschte,

du würdest an mich denken und es mich wissen lassen. 

 

Eine tiefe innige Umarmung mit dir wäre jetzt schön. 

 

Mich nicht bei dir melden, 

vielleicht wieder,

wenn ich dieses Gefühl des Mangels überwunden habe, 

alleine klarkommen,

mein Glücklichsein nicht von dir abhängig machen, 

nicht so oft an dich denken, dich nicht anders haben wollen!

 

Manchmal fühle ich, es geht auch ohne dich, 

doch in diesen Momenten fühle ich weniger tief und weniger innig, 

salopp, unangemessen, mir untreu,

auch wenn es wohl Einiges erleichtern würde. 

 

Ich habe Angst, dass du mich nicht mehr brauchst, 

weil es für dich auch ohne mich geht

und dass du nicht schätzt, 

was ich dir mit so viel Liebe geschenkt habe. 

 

Es macht mich traurig,

anders zu fühlen als du und damit ganz ganz alleine zu sein, 

weil du die Fähigkeit besitzt, trotzdem Spaß zu haben, 

während ich nicht am Gefühl und am Leid vorbeikomme. 

 

Wieder ganz eigenständig

und ohne dich glücklich, zufrieden und lebensfroh sein,

das ist das, was ich jetzt lernen muss, weil ich es nicht mag, 

wenn du so viel Macht über mich und meine Gefühlswelt hast. 

 

Doch es fühlt sich an, als würde es mir niemals gelingen, 

ohne dich glücklich zu sein, nur mit dir. 

 

Ich bin geschwächt, stark geschwächt durch alles, 

was ich alleine stämmen muss, weil du nicht das bist in der Form, 

wie ich es mir gewünscht hätte. 

 

Ich bin auf mich alleine gestellt,

dabei wäre ich gerne durch dich unterstützt. 

 

Ich weiß nun, wie es ist,

mich hilflos, machtlos und unvollkommen zu fühlen, 

tief drinnen zu hängen, obwohl es vor dir auch ohne dich ging. 

 

Was war anders?

 

Wie überwinde ich das hier?

 

Die schöne Erinnerung liebevoll ansehen und es gut sein lassen. 

 

Jetzt leben, 

auch ohne dich. 

 

Mit meinem Leben und allem Leben im Einklang sein, 

in Frieden mit dir und in Frieden mit mir. 

 

Dich in Ruhe lassen können, 

dich deine Entscheidungen frei treffen lassen können

und damit locker sein, 

nichts von dir abverlangen, was du nicht bist. 

 

Und immer wieder gut mit mir selbst sein

und auch zu alle dem, was mich umgibt!

 

Ich wünschte, mir würde es so leicht fallen wie dir

und ich wünschte, ich hätte nicht das Gefühl, dass es mich zerreißt

und doch ist es mein Weg.

 

Ein Bisschen etwas von deiner echten Aufmerksamkeit wäre schön. 

 

Traurigkeit, obwohl keine Traurigkeit da sein müsste, 

es ist einfach schade. 

 

Ich nehme nun all das,  

was unterwegs verloren gegangen ist, wieder auf, 

um von hier aus frei aus meinem Herzen zu leben 

und ich verabschiede jede Fremdenergie und alles, 

was ich in Wahrheit nicht bin. 

 

Immer wieder der Gedanke an dich, 

was ich so nicht mehr will, 

doch es gibt diese Gefühlsmomente, 

inmitten derer ich mir der echten Liebe zu dir gewahr bin.

 

Dann nehme ich wahr, 

dass wir nach wie vor im Licht verbunden sind

inmitten dieser Dunkelheit, dieser Zerrissenheit und Kälte

und dann fühle ich, 

dass du meine Liebe und mein Licht ab und an gerne fühlst.

 

 

Ich vertraue Gott und dem Leben.