Auflösung


ERLAUBNIS, MITGEFÜHL UND ABSCHLIEßEN

Foto: Sonja Schäfer
Foto: Sonja Schäfer

Ich bin an einer gemeinsamen Lösung interessiert,

du nicht.

 

Du trägst mir unsere Verfehlungen,

die in der Vergangenheit liegen, nach, 

ich möchte unsere Chancen, 

die in der Zukunft liegen, beleuchten. 

 

Ich entschuldige mich bei dir, 

du beschuldigst mich. 

 

Ich erkläre mich dir, 

du verschließt dich vor mir. 

 

Ich halte an dir fest, 

du lässt mich fallen. 

 

Ich frage nach, 

wenn ich mir nicht sicher bin, 

du steckst mich in eine deiner präparierten Schubladen.

 

Ich bin bemüht,

du belächelst mich, nimmst mich nicht für voll und bewertest mich.

 

Ich strebe die Zusammenkunft an, 

du visierst die Trennung an.

 

Du erhöhst dich vor mir, 

ich erniedrige mich vor dir

und das ist das Problem.

 

Das muss ich ändern,

damit mir das nie wieder passiert, 

weil mir solche Momente schaden, 

trübe Gedanken hinterlassen, 

die in Wahrheit nicht zu mir gehören. 

 

Ich muss zu meinem Fels in der Brandung werden, 

damit mir kein Sturm etwas ausmacht, 

damit mich keine Welle erschrickt, 

auch wenn sie von allen Seiten kommen, 

über mich herfallen, 

mich befallen;

ich halte stand.