Ausnahmezustand


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Bild: Jeanett Rotter
Bild: Jeanett Rotter

Ich will hier nicht mehr sein oder doch?

 

Er langweilt mich,

sie langweilt mich,

es langweilt mich,

so sehr, dass ich keine Lust mehr auf alte Gewohnheiten habe,

nur noch auf den Austausch mit interessanten Seelen,

denen auch so Vieles nicht aussagekräftig genug ist.

 

Euer Zweifel überkommt mich,

eure Gehässigkeit überkommt mich,

überschwemmt mich, vereinnahmt mich,

bis ich verstehe,

dass es nicht meine Gefühle sind,

dass sie nur eure Botschaft an mich sind.

 

Das zu spüren, ist ekelerregend, fies und furchterregend,

weil es einfach so passiert

und es danach zu spät ist,

nur noch euer Gefühl um mich ist

und meine eigene Schwingung nicht mehr spürbar.

 

Das einzige, was ich will,

ist frei sein,

mit euch, ohne euch,

immer,

weil es mein Recht ist,

frei zu sein,

frei vom verseuchten morphogenetischen Feld,

das alle das Gleiche denken lässt,

das alle das Gleiche vermuten lässt,

bis jemand aussteigt

und einen anderen Weg aufzeigt,

doch ihr wollt den Weg nicht wirklich sehen,

ihr wollt lieber auf eurem Weg weitergehen

und mit Verachtung auf die Abzweigung sehen.

 

Ich entgegne euch mit meinem Freiheitsgefühl,

weil mein Freiheitsgefühl das ist, um was es mir persönlich geht,

solange ihr euch so unedel an mir vergeht

und es jedem von euch egal ist,

weil jeder nur mit sich selbst beschäftigt ist

und gefangen ist

in seinem eigenen Netz aus Frustration und Fehlinvestition.

 

Eure manipulativen Äußerungen strengen mich an,

weil ich mich noch nicht angemessen behaupten kann.

Ich weiß, dass ihr nicht merkt, was ihr da tut,

doch ich merke jedes Mal ganz deutlich,

was sich da vor mir auftut.

 

Für euch gleiche ich nichts mehr aus,

weil nichts dabei rumkommt,

weil ihr mir weiterhin dumm kommt,

wenn es darauf ankommt,

nicht hinter mir steht,

lieber wegseht,

anstatt couragiert zu sein,

anstatt fair zu sein.

 

Für mich ist das eine Katastrophe,

deswegen schreibe ich eine nach der anderen Strophe,

weil eure Botschaft bei mir ankommt, 

weil ich weiß, wie man hier raus kommt, 

indem man aus sich raus kommt,

weil ich euer Verhalten nicht mehr ertrage

und auch nicht ertragen muss,

weil ich für euch gar nichts mehr tun muss,

mich selbst glücklich machen muss,

damit ich euch glücklich machen kann,

denn das ist es, was ich am besten kann,

auch wenn euer eins das noch nicht wahrhaben kann.

  

Ich wünschte,

es wäre leichter für Menschen wie mich.

Ich wünschte,

wir müssten uns nicht ständig rechtfertigen.

Ich wünschte,

ich könnte selbst meinen Weg stilsicher beherzigen.

 

Dann müsste ich euch nicht die Schuld dafür geben,

dass es mir schlecht geht,

dass ihr mich unfreundlich anseht,

dass ihr über meine Intuition hinweggeht.

 

Also bleibe ich dran und zwar an mir selbst,

damit mich eure Einstellungen nicht mehr runterziehen

und eure Empfehlungen an mir vorbeiziehen,

zumindest wenn sie mir vorkommen wie Befehle,

die ich nicht befolgen will,

auch wenn ich euch nicht vor den Kopf stoßen will.  

 

Also gilt es nicht auszusteigen, 

sondern aufzusteigen in Sphären, 

wo ich das alles nicht mehr fühle,

fest mit der Erde verbunden bin und glücklich bin.