Dank


FRIEDEN FINDEN

Foto: Kristin Weber
Foto: Kristin Weber

Ich bin dankbar für alles, was mir gegeben wird

und für alles, was mir genommen wird, 

denn mir wird nur das gegeben, was ich brauche 

und mir wird nur das genommen, was nicht mehr bei sein soll. 


 Es begann mit einer Begegnung,

die alles verändert hat,

ging weiter mit einer Begegnung,

die alles verändert hat,

endete mit einer Begegnung,

die alles verändert hat

und natürlich geht es weiter.

 

Überhaupt waren es immer Begegnungen,

die Krankheit, die Gesundheit brachten,

die Unheil, die Segen brachten,

die Uneinigkeit, die Frieden brachten.

 

Oft brachten sie mir beides,

erst das eine, dann das andere

und manchmal gar nichts

immer und immer wieder,

bis ich auf Menschen traf,

die mit mir in Resonanz gingen,

die ihre Schritte mit mir gingen.

 

Denen, die geblieben sind und denen,

die dazugekommen sind, möchte ich danken,

denn ihr habt mir den Schmerz genommen,

indem ihr immer oder nur sporadisch da wart,

indem ihr mal mehr und mal weniger für mich da wart, 

ihr seid präsent und darum geht es.

 

Ohne euch hätte ich es nicht geschafft,

ohne euch wäre ich noch heute befangen,

ohne euch hätte ich nie mit dem Schreiben angefangen,

ohne euch hätte ich längst aufgegeben,

ohne euch wäre ich nicht ausdauernd gewesen.

 

Besonders bedanke ich mich bei denen unter euch,

die mich aufgefangen haben,

wenn mich niemand sonst aufgefangen hat,

die für mich da waren,

wenn niemand sonst für mich da war,

die verständnisvoll waren,

wenn niemand sonst verständnisvoll war.

 

Ihr habt mir Kraft gegeben, ihr habt mir Halt gegeben,

ihr habt mir Trost zugesprochen, ihr habt mir Mut zugesprochen,

ihr habt meinen Stolz und meine Ehre besiegelt

und habt mich nicht gebrochen. 

 

Es gibt keinen Menschen, 

zu dem ich sagen wollen würde, 

du bist übel, 

du bist schlecht.

 

Jeder Mensch trägt den göttlichen Funken in sich,

den er selbst oder jemand anderes entzünden kann, 

insofern dies nicht schon längst geschehen ist.