Eigen- und Nächstenliebe


RÜCKSICHT, GEDULD UND VERLÄSSLICHKEIT

Bild: Jeanett Rotter
Bild: Jeanett Rotter

Wenn Liebe im Raum ist,

will ich mich nicht fragen müssen,

ob ich diese Liebe annehmen darf,

ob sie erlaubt ist,

ob ich sie verdient habe, 

welche Handlung jetzt die richtige ist,

ich will die Liebe die Basis sein lassen

und will mich in sie hineinfallen lassen.

 

Ich meine nicht die verschrobene anstrengende

teilnahmslose Liebe, die keine Liebe ist,

weil sie etwas von mir verlangt,

mich vor die Wahl stellt,

mich auf die Probe stellt, 

früher oder später wehtut und Leid verursacht.

 

Ich meine die echte reine pure Liebe,

die mich lieb sein lässt,

die mich zärtlich sein lässt,

die mich leidenschaftlichen sein lässt,

die mich innig sein lässt, 

die mich treu sein lässt, 

die mich zufrieden sein lässt, 

die mich in mir ruhen lässt.

 

Diese Liebe beginnt mit meiner Eigenliebe,  

erwächst aus meinem inneren Frieden

und kann an der Seite von Menschen reifen, 

die meine Eigenliebe spiegeln, 

mir gönnen können, 

mich erreichen können, 

mich fördern können.

 

Ich will in der Lage sein,

ein klares Ja und ein klares Nein zu verspüren, 

ohne mich dabei in die Irre zu führen

und ich will dementsprechend handeln

und das mir Wichtige aussprechen,

um all meine Ängste aufzubrechen,

damit sie Schnee von gestern sind,

dann nicht mehr existent sind,

weil ich im Kanal des Lichts die Vergangenheit

mit der Zukunft verbinde

und mein Karma überwinde,

ohne dass ich danach wieder verschwinde,

denn ich will hier bleiben,

bei ihm und bei ihr bleiben

und zwischendurch mal hier und mal dort sein

und in jedem Moment in meiner Eigenliebe sein

und meine Liebe teilen.

 

Sie ist unverschwommen,

sie ist unverdorben,

sie ist wahr,

sie ist ohne Umschweife,

sie ist ohne Ärgernis, 

sie ist wunderschön

und ich mag es,

mich selbst und die Menschen,

die ich liebe, mit meiner Liebe zu verwöhnen,

sie zu streicheln,

sie zu umarmen,

sie mit meiner Liebe zu umgarnen.

 

Meine Gefühle dürfen da sein,

ich darf da sein

und ich darf mit mir selbst und mit den Menschen,

die ich liebe, in der Liebe sein,

ohne aufgeregt zu sein,

ohne erst warm werden zu müssen,

denn ich will nichts müssen, 

ich will meine Liebe zum Ausdruck bringen dürfen.

 

Ich spüre, dass dies der richtige Weg ist, 

es ist ein Gefühl bzw. ein innerer Impuls, 

von dem ich überzeugt bin, 

dass er nicht zufällig da ist, 

sondern aus dem Grund, 

weil er in meinem Leben eine Rolle spielen soll

und jetzt nicht mehr angefochten werden soll.

 

Wo wird noch gefochten?

 

Wo wird schon geflochten?

 

Wo wird schon ineinander geflochten, 

um nicht mehr auseinanderzureißen, 

sondern zusammenzubleiben

und sich auf die schönste Weise erhalten zu bleiben?