Faszination


INSPIRIEREN UND BEGEISTERN

Bild: Jeanett Rotter
Bild: Jeanett Rotter

Ich brauche Menschen,

ich brauche Bilder,

ich brauche Videos,

ich brauche Hymnen,

die mich dahin führen,

wo ich hin will,

die mich anleuchten,

die mich anblinzeln,

die mir zuflüstern,

die mich aufwecken,

die meinen Schmerz und meine Begeisterung

mit mir teilen und mich heilen

und mir mitteilen,

was mit mir schon stimmt,

damit es weitergeht

und weitergeht und weitergeht.

 

Ich habe mich oft verloren

und ich habe oft gefroren

und dann begegne ich diesem Menschen,

sehe dieses Bild,

höre dieses Lied

und die Tür geht endlich auf

führt mich hinein und zeigt mir,

was da ist, was für mich bereit gestellt ist.

 

Ich darf einfach sein und mit Menschen zusammen sein,

die ich gerne um mich habe,

weil diese Menschen etwas für mich übrig haben,

mich so mögen,

wie ich bin und das an mir lieben,

für was mich andere hassen,

sodass ich immer dachte,

ich bin nicht gut,

ich bin nicht ok

und das war ich auch nicht,

deswegen gibt es dieses Gedicht.

 

Ich hoffe, es gibt in Zukunft keine Menschen mehr,

die mich hassen,

die glauben,

dass ich von mir denke, dass ich etwas Besseres bin,

nur weil ich mir viel wert bin,

es mir wert bin,

mein Leben zu genießen,

meine Meinung frei zu äußern, ohne mich dabei zu veräußern.

 

Ich glaube nicht,

dass ich etwas Besseres bin,

ich bin es nicht,

ich bin - so wie sie - nur ich,

ich bin nur dieser eine Mensch

und ich mag es, dieser Mensch zu sein,

meine Sympathie für andere zu teilen,

weil es mir dabei gut geht

und meine Vision endlich wahr wird:

 

Liebe im Überfluss,

wo ich mich nicht beweisen muss.

 

Davon habe ich geträumt,

weil ich nicht wollte, dass ich ewig kämpfen muss,

ewig suchen muss,

denn ich habe meinen Glauben,

der eine andere Sprache spricht,

der mir sagt,

glaub an dich,

also glaube ich an mich und zeige mir auf,

wann ich welchen Schritt gehen kann,

wie ich das tun kann,

was ich brauche,

um andere mitzunehmen,

um andere zu inspirieren,

um andere zu begeistern,

um andere zu erreichen,

ihr Vertrauen zu verdienen,

sodass sie bereit sind,

sich mir anzuschließen

und mir die Fenster zu öffnen,

damit Luft reinkommt,

Luft, die ich zum Atmen brauch,

Luft, die ich zum Singen brauch,

Luft, die ich zum Sprechen brauch.

 

Endlich muss ich nicht mehr schweigen

und kann mich zeigen.

 

Endlich muss ich mich nicht mehr schminken,

muss mir die Haare nicht mehr färben,

muss mich nicht mehr einparfümieren, 

muss keinen Pushup mehr tragen,

kann das, was noch nicht ansteht, vertagen,

kann das, was keiner hören will, für mich behalten,

kann mich selber bremsen, mich selber anhalten,

um schon im nächsten Moment zu sprinten,

denn manchmal muss ich sprinten,

weil der Dauerlauf schnell langweilig wird

und das Rumsitzen meine Beine müde macht,

so müde, dass ich nicht mehr aufstehen kann,

nicht mehr rennen,

nicht mehr tanzen kann.

 

Ich tanze so gerne,

es macht frei

und hiermit bist du dabei,

kannst mitmachen,

kannst über mich lachen

oder kannst aufstehen

und bei dir zu Hause mit mir tanzen gehen,

denn ich lade dich ein, so lebensfroh wie ich zu sein.

 

Zu Hause bekomme ich es schon hin,

weil mein zu Hause meine Heimat ist,

weil ich meine Heimat bin

und ich nun erwachsen bin,

das ein oder andere verstanden habe,

was es für mich zu verstehen gibt

und mein Selbstbewusstsein nicht mehr umkippt

oder mein Energieniveau aufgibt,

wenn es darauf ankommt, 

wenn die Welle der Erkenntnis auf mich zukommt.