Selbsterkenntnis


BEWUSSTWERDUNG

Bild: Jeanett Rotter
Bild: Jeanett Rotter

Diese Rubrik leite ich mit dem Text "schräge Egonummer" ein.

Er ist für mich die Basis zur Selbsterkenntnis.

 

Und da läuft sie wieder, diese schräge Egonummer: 

 

"War das jetzt richtig so?"

 

"Hätte ich etwas sagen müssen?"

 

"Habe ich zu viel gesagt?"

 

"Habe ich das Falsche gesagt, geschrieben oder getan?"

 

"Warum schaffe ich es gerade nicht, 

mich mit meiner Unvollkommenheit zu lieben?"

 

"Was ist los mit mir, was stimmt nicht mit mir?"

 

Es ist doch alles in Ordnung, 

also warum läuft schon wieder diese schräge Egonummer

und macht mich für den Moment dümmer und dümmer, 

schwächer und schwächer,

müder und müder,

kraftloser und kraftloser?

 

Diese Frage muss ich mir beantworten

alleine im Zwiegespräch mit mir, 

wo ich so viel und doch gar nichts kapier. 

 

Hier ploppt dieser Gedanke auf, 

da führe ich dieses peinliche gedankliche Selbstgespräch

oder unterhalte mich imaginär mit dieser und jener Person, 

obwohl ich weiß, dass es in Wirklichkeit sowieso ganz anders kommt;

wie furchtbar das ist, wie bescheuert das ist

UND 

ich bewerte mal wieder und komm mal wieder nicht drüber. 

 

Aaaaah, das regt mich auf, ich komm schlecht drauf

und gleichzeitig kann ich das Ganze

mit großer Gelassenheit sehen und kann zu mir stehen.

 

Es ist halt so, wie bekloppt es auch ist, 

es ist halt so und wie ich da rauskomme, weiß ich: 

 

Es wird ein Akt göttlicher Gnade sein

und dann wird eine neue Ära für mich anbrechen, 

alten Kram aufbrechen und ich werde ruhig sein, 

ganz bei mir sein, still sein, ohne selbstzerstörerisch zu sein.

 

Dass diese Würde in mir liegt, 

spüre ich und ich weiß es, also lasse ich es, 

immer wieder die gleiche schräge Egonummer durchzuziehen,

mich runterzuziehen,

mich auszuradieren. 

 

Wie ich das anstelle, werde ich sehen, 

Fakt ist, so kann es nicht weitergehen, 

weil ich zu viel Energie verliere, 

die ich für etwas ganz anderes brauche, 

natürlich spüre und weiß ich, für was, 

doch ich lasse auch das, 

lasse locker, nehme die Angst an die Hand und lebe ihr vor, 

dass auch sie locker lassen kann, 

damit sie loslassen und von mir ablassen kann. 

 

Mit der Unbewusstheit tue ich das Gleiche und ich bin gerührt, 

dass ich die Möglichkeit habe, 

so wahrhaftig in mein Leben einzusteigen

und meine Seele zu zeigen ... 

 

... was sie schon alles erlebt hat, 

was sie schon alles geschafft hat, 

waouw, es ist recht viel 

und jetzt geht es um das weniger, 

um das langsamer, um das ruhiger

und gleichzeitig darf ich schnell und laut sein

und darf mir für jede schräge zukünftige Egonummer verzeihen. 


Komplementärzeilen von Jeanett: