Selbsterkenntnis


BEWUSSTWERDUNG

Bild: Jeanett Rotter
Bild: Jeanett Rotter

Ich bin zu getrieben, um mich zu lieben,

bin geschlaucht, bin abgehetzt, mein Energiesystem ist zerfetzt.

 

Ich habe zu viele Körner gelassen,

ich kann nicht fassen,

was ich bisher geleitstet habe,

was ich bereits emporgehoben habe.

 

Muss es denn wirklich noch mehr sein?

 

Werde ich bis dahin nicht endgültig leer sein?

 

Ich fühle mich schon jetzt ohne Lebensenergie,

so schwach fühlte ich mich selten oder vielleicht noch nie.

 

Wie komme ich hier raus?

 

Wo stecke ich zu viel ein?

 

Wo teile ich zu viel aus?

 

Ich stehe auf dem Gaspedal,

trete auf die Bremse

und bleibe stehen,

bleibe einfach stehen,

schaue mich um,

schaue genau hin,

wer da ist,

wer neben mir steht,

mit wem die Zeit still steht.

 

Ich beginne zu genießen, 

mich lieb zu haben und gut auf mich zu achten,

baue mich wieder auf und gebe nicht auf,

weil ich so begabt bin,

dass ich mit mir selbst unzufrieden bin,

weil ich nicht mehr aus mir mache,

mich verkrieche und nicht mal mehr das Fenster aufmache,

um frische Luft hineinzulassen,

die es mir ermöglicht,

wieder zu mir zu kommen.

 

Ich erschaffe mir eine gute Routine,

die mir das Leben erleichtert. 

Ich muss nicht über alles und jeden nachdenken 

und ich muss mich nicht selbst übertreffen, 

doch mein Potential möchte ich auf gesunde Weise leben. 

  

Ich bleibe auf dem Teppich

und gräme mich nicht,

wenn es nicht so kommt,

wie ich es für richtig hielt

und bin dankbar,

dass mich das Leben davon abhielt.

 

Ich kann es erneut angehen,

ohne ängstlich zu sein,

ohne ungeduldig zu sein.

Ich gehe davon aus,

dass es für alle Beteiligten gut ausgehen wird

und sich mir die richtige Tür zu einem guten Zeitpunkt öffnen wird.

 

Schwer muss es nicht werden,

leicht darf es sein,

frei von Vorwürfen,

frei von Hektik,

frei von Enttäuschung.

 

Ich lasse mich darauf ein,

gedankenlos zu sein,

allgegenwärtig zu sein,

um voll anwesend zu sein,

wenn ich gefragt bin.

 

Ich bin dankbar für alles,

was ich habe,

für alles, was ich besitze,

für alles,

was ich erhalte,

für alles,

was mir gegeben wird,

für alles, 

was mir zur Verfügung gestellt wird.