Uns wird zu viel zugemutet, also muten wir anderen zu viel zu. Richtig ist das wohl nicht, klug und weise auch nicht. Wir wollen unsere Mitmenschen wohl bewusst oder unbewusst einen Teil unserer Last tragen lassen, doch die eigene Last tut jemand anderem nicht gut, tut uns selbst nicht gut, tut niemandem gut; was heißt, dass wir die Last ablegen dürfen, endgültig, um frei zu sein und auch jeden anderen davon zu befreien.
Dein größter Endgegner ist nicht er, ist nicht sie, dein größter Endgegner bist du selbst. Deine Schattenaspekte spiegeln sich nur im anderen, doch es sind DEINE Schattenaspekte und es sind deine Wunden, die das Bluten erneut beginnen, wenn du getriggert wirst.
Schwierig wird es dann, wenn du seit vielen Jahren oder vielleicht schon dein Leben lang zu viel und zu sehr für andere trägst. Dann bist du aufgerufen, alles auseinanderzufriemeln, herauszufinden, was deins ist und was alles nicht zu dir gehört. Du bist nicht hier, um dich für die gesamte Menschheit aufzuopfern. Du hast ein gesundes glückliches Leben verdient! Wenn du dich nicht mehr spüren kannst, weil du voller Fremdenergie bist, voller Schmerz, voller Fremdprojektionen, voll beladen bist mit fremder familiärer und kollektiver Last, dann wünsche ich dir innigst, dass du deine Erlösungsquellen findest. Kein Mensch hat es verdient zu sehr zu leiden. Überlasse deine Mitmenschen in ihrer Verantwortung. Nimm ihnen diese Verantwortung nicht ab. Lege alles ab, was nicht zu dir gehört. Befreie dich, es liegt nicht in deiner Hand, nicht in deiner Macht, nicht in deiner Verantwortung. In deinem ureigenen Verantwortungsbereich liegt lediglich die Verantwortung gesunde Qualitäten in dir zirkulieren zu lassen, aus dir selbst heraus zu leben.
Wohnt dir nicht genug Ehre, Würde, Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Klarheit und Souveränität inne, wird dein Gegenüber diese Angriffsfläche bewusst oder unbewusst bemerken und so bietest du ihm die perfekte Plattform, sich an dir auszuagieren, dich als Projektionsfläche zu benutzen. Reife, reflektierte und in sich aufgeräumte Menschen neigen nicht mehr zu diesem Move. Sie haben erkannt, dass das innere Wachstum befreit und heilt und haben sich für diesen Weg entschieden und doch können sie zurückfallen. Allerdings reflektieren sie sich und gehen in die Demut.
